PRTG – Gruppenbasierte Lizenzierung


Um die guppenbasierte Lizenzierung überwachen zu können bietet Microsoft bis jetzt keine Möglichkeit. Einzig über das Azure Portal oder via PowerShell kann der aktuelle Status überprüft werden. Ein automatische Benachrichtigung erhält man allerdings leider nicht.

Im Portal sieht man die Lizenzierungsfehler zum Beispiel an einer Gruppe. Dort sieht man den betroffenen Benutzer und den Grund des Fehlers.

Fehler bei der Zuweisung der Lizenz

Einen sehr guten Überblick über den Status, kann man ansonsten auch via PowerShell in Erfahrung bringen. Microsoft stellt umfangreiche Möglichkeiten zum Troubleshooten der guppenbasierten Lizenzierung via PowerShell bereit.

https://docs.microsoft.com/en-us/azure/active-directory/users-groups-roles/licensing-ps-examples

Um dieses Problem etwas zu entschärfen, habe ich mir die Mühe gemacht einen PRTG Sensor zu erstellen, der die gruppenbasierte Lizensierung überwachen kann.

Eine aktuelle Version des Sensors ist auch auf GitHub zu finden.

Was ist PRTG?

Die Software PRTG von der Firma Paessler ist eine klassische Monitoring Lösung. PRTG eignet sich für die Überwachung der Hardware, Server und der darauf ausgeführten Diensten. Die Software bringt von Haus aus schon ein umfassendes Repertoire an Sensoren mit. Fehlt ein Sensor, so lässt sich dieser mittels Skript hinzufügen.

Sensor importieren

Damit ein selbst erstellter Sensor in PRTG zur Auswahl steht muss dieser zuerst importiert werden. Dazu muss das Skript in den Ordner “C:\Program Files (x86)\PRTG Network Monitor\Custom Sensors\EXEXML” kopiert werden. Anschließend steht dieser in der Auswahl “EXE/Script Advanced” zur Verfügung.

Gruppe erstellen

Um die verschiedenen Sensoren logisch aufzuteilen, wird zuerst eine Gruppe erstellt. Die Gruppe wird per Rechtsklick auf “Local Probe” erstellt. Dies sieht dann wie folgt aus:

PRTG - Gruppenbasierte Lizenzierung - PRTG Übersicht

Die Gruppen dienen aber nicht nur der Übersicht, auch Einstellungen und Zugangsdaten können hier verwaltet werden.

Zugangsdaten hinterlegen

Damit der Sensor sich gegen den Tenant verbinden kann, werden die Zugangsdaten des globalen Administrators an der zuvor erstellen Gruppe hinterlegt. Dazu müssen die Einstellungen der Gruppe editiert werden. Da PRTG mit Variablen arbeitet, können die Daten zum Beispiel bei den Linux Credentials hinterlegt werden. Somit müssen die Daten nicht im Klartext im Skript verwendet werden.

PRTG - Gruppenbasierte Lizenzierung -  Zugangsdaten anpassen

Gerät erstellen

Nachdem die Gruppe angelegt worden ist, kann ein Gerät erstellt werden unterhalb dieses Gerätes werden die Sensoren angelegt.

PRTG - Gruppenbasierte Lizenzierung -  PRTG Gerät erstellen

Sensor erstellen

Um den Sensor nun hinzuzufügen muss der Sensortyp EXE/Script Advanced ausgewählt werden.

PRTG - Gruppenbasierte Lizenzierung -  Sensor hinzufügen

Die folgenden Werte müssen angepasst werden.

SensornameGruppenbasierte Lizenzierung
Exe/ScriptGet-GroupLicensesErrors.ps1
Parameters-O365User %linuxuser -O365pass %linuxpassword

Die Konfiguration ist nachfolgend dargestellt.

PRTG - Gruppenbasierte Lizenzierung -   Sensor Parameter

Nachdem der Sensor erstellt wurde werden die lizensierten Gruppen im PRTG dargestellt.

PRTG - Gruppenbasierte Lizenzierung -  Lizenzstatus

Schwellwerte des Kanals editieren

Für jeden Kanal “<Gruppenname> – LicenseErrorCount” müssen nun noch die Schwellwerte für den Fehlerstatus konfiguriert werden. In die Einstellungen kommt man indem man auf das Zahnrad hinter dem Kanal klickt. Wie die Einstellungen aussehen müssen wird im nachfolgendem Bild dargestellt.

PRTG - Gruppenbasierte Lizenzierung -  Channel editieren

Nachdem diese Einstellungen vorgenommen wurden zeigt PRTG eine Fehlermeldung an wenn ein Lizenzfehler in einem Kanal vorliegt.

PRTG - Gruppenbasierte Lizenzierung -  Fehlermeldung

So lässt sich einfach die gruppenbasierte Lizensierung überwachen.

Weitere PowerShell Sensoren für PRTG sind hier zu finden.


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